tanz auf dem vulkan

zeitschrift in der krise

Variationen über das Wort „Krise“

Oh Liese,

wie hab’ ich diese

globale Finanzmarktkrise

satt.

Auf den Devisen-

märkten steigen die Miesen

riesen-

haft.

Und die Menschen,

speziell die Griechen

siechen.

 

Doch auf den Wiesen

die Primeln

sprießen,

Fortunen Blüten vergießen

auch in dieser

tristen

Stadt.

Wüssten doch die fiesen

miesen

Krisen-

macher um die sieben

Tore und das siebte

Siegel

aus Achat.

 

Wären dann die Fliesen

zum bespiegelnden

bespielen

nicht

so hart?

Wie könnt’ ich diesen

Lauf auf Spießen

nur je genießen?

Sag!

 

Darum laute die Devise:

„Krise“

kommt von „kiesen“!

Krieche,

fließe

oder fliehe,

jedenfalls: siehe,

die Krise

findet

statt.

Ich begrüße

sie beflissen,

doch ohne Liebe,

matt,

statt-

dessen begieße

ich die Sitze

des Krisen-

tums mit Diesel

und brennendem Phosphat.

 

***

Pjotr G. Distelkranz ist vor allem Dichter und dichtet in Frankfurt am Main. Einige seiner Gedichte sind auf dem Blog „La vache qui rit“ (http://lavache.blogsport.de) veröffentlicht.

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